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„Too fat for a white tuxedo!“ Ein Treffen mit Jazztrompeter Bobby Shew.


Alle wirklich wichtigen Fragen sind kurz: „Willst Du mich heiraten?“, „Hat der Wagen noch TÜV?“ oder “ Wie war ich?“  In meinem Fall reichten zwei Worte, um erhöhtes Interesse auszulösen. „Schon gesehen?“

Es ist Montag, der 14. September, 21.30 Uhr. Das Handy kündigt eine SMS an: „Schon gesehen?“ schrieb ein befreundeter Posaunist. Noch bevor ich Zeit fand zu überlegen, was er meinen könnte, das nächste „Pling“, diesmal ein Bild. Ein konzentriertes Gesicht, die Augen hinter der Brille geschlossen, der Kapitän Hansen-Bart von einem Stück Metall leicht auseinander gedrückt: „Bobby Shew in Europe 2015“ steht unter dem Poster und „Trompeten Masterclass“  für 10 Euro. Das ist mal `ne Ansage.

Plakatwerbung von Just Music für die Bobby Shew Masterclass

Plakatwerbung für die Bobby Shew Masterclass in München.

Sofort buche ich einen Platz. Bobby Shew zählt zu den großen Trompetern des Jazz. Außerdem hat er zu einem der bekanntesten Anfängerbücher – Maiden Voyage – ein Play-Along eingespielt. Es enthält Soli zu berühmten Stücken wie Autumn Leaves oder Summertime. Jeder Track existiert doppelt, einmal mit, einmal ohne Bobby Shews Trompete. Dort, wo nur die Rhythmus-Gruppe zu hören ist, soll man selbst nachspielen. An der „Jungfern Fahrt“ übe ich schon ewig. Bobby weiß das natürlich nicht. Er weiß auch nicht, dass ich manchmal überhaupt nur deshalb weitermache, weil er so schön klingt. Bobby spielt alle Linien mühelos, ich nicht.

Und nun also: der Meister live, ein Autodidakt, der als Studiomusiker so ziemlich alles – außer Klassik – gespielt hat. Er hört klassische Musik sehr gerne – aber er mag sie nicht spielen, wie er später kokett bekennt. In der Klassik seien alle Töne so kristallklar und schön. Das reize ihn einfach nicht. Als wolle er beweisen, dass er nicht nur wisse, wovon er rede, sondern es auch könne, gibt er trotz harter Erkältung eine kurze Kostprobe. Sofort verwandelt sich der schnöde Vortragsraum mit abgehängter Decke in eine klingende Kathedrale. Für Sekunden strahlt der kosmische Glanz barocker Ordnung über uns Zuhörern. Rund 40 Trompeterinnen und Trompeter – darunter Amateure, Semi- und Vollprofis – werden andächtig still. Bobby selbst bricht das Schweigen, indem er gesteht, er habe von Anfang an immer Jazz spielen wollen. Seine großen Vorbilder sind die Meilensteine auf dem Weg der Jazzentwicklung. Das Kirchenschiff verdampft zur Jazzkneipe. Ragtime, Swing, Dschungle, Bebop, Cool Jazz – all das rauscht im Zeitraffer durch den Saal.

Jazztrompeter Bobby Shew bei Just Music in München während eines Meet and Greet Vortrags

Jazztrompeter Bobby Shew bei Just Music in München während eines Meet and Greet Vortrags (Foto: Elvira Steppacher)

Jetzt ist das Auditorium für die eigentliche Masterclass bereit. Uns steht ein dreistündiger Vortrag ins Haus, der nur selten von Musik unterbrochen wird. Wohl von Gelächter, denn Bobby ist ein kurzweiliger, unterhaltender Erzähler mit einer gehörigen Portion Selbsthumor. Ihn wundert es anscheinend wirklich, dass so viele Leute seinen Ausführungen lauschen, zumal die Essenz auf ein Flip Chart passe. Dennoch, sein übersichtlicher vier-Punkte-Plan reiche für ein ganzes Trompeter-Leben. Wenn man es richtig und ernsthaft angehe.

  1. Lippengefühl/und –Kontrolle.
  2. Bauchatmung (kombiniert mit Joga-Atmung)
  3. Ansatzkontrolle
  4. Mundstück

Während seiner Ausführungen wird deutlich, dass Bobby gerne Lehrer ist, er aber nichts davon hält, sich als Guru aufzuspielen. Das meiste beruhe ohnehin auf physikalisch-mathematischen Grundlagen – wer die beherzige, mache schon mal ziemlich viel richtig, der Rest sei Psychologie, und die passe nun definitiv nicht auf ein Chart.

“You can impress people to make you like you…” So peu à peu schält sich heraus, dass es neben dem Flipchart mindestens drei weitere Aspekte sind, die Bobby Shews Selbstverständnis als Lehrer und seine Auffassung von der wahren Bedeutung von Musik veranschaulichen.

  1. Das wichtigste sei der erste Ton. Solange der nicht stimme, brauche man gar nicht weiterzumachen. Denn das, erklärt er bestimmt, zugleich mit sichtlichem Gefallen an der Einprägsamkeit des Bildes, denn das sei wie mit Hundescheiße. Solange man die Füße nicht wirklich vom Dreck säubere, stinke jeder weitere Schritt.
  2. Das Zweitwichtigste sei von Anfang an musikalisch zu denken. Lange Töne, um der langen Töne willen? Papperlapapp – spielt Balladen, die enthalten lange Töne genug! Bobby setzt zu „My funny Valentine“ an, die Zuhörer schmelzen und erkennen doch, dass grade jemand betont lange schöne Töne ‚übt ‘.
  3. Das Dritte sei Bescheidenheit. Wer mit dieser Haltung an das Spiel und das Leben gehe, komme weiter als jene, denen es in erster Linie um eines ginge: „ to further on their own Egos. Bobby schönster Satz an diesem Nachmittag: “You can impress people to make you like you or you can touch people and make them like music.”

Dazu passt dann auch seine Schlussanekdote: Vor einiger Zeit erreichte Bobby ein verführerisches Angebot. Für 10.000 Dollar werde er nach eingeflogen, dort sollte er auf der Hochzeit der Tochter eines reichen Mannes aus Virginia vorne am Altar „Here comes the bride“ spielen. Ein weißer Smoking werde für ihn gefertigt, anschließend könne er ja mit der lokalen Band für zwei, drei Stündchen ein bisschen Tanzmusik spielen. Ob das Okay für ihn sei? Bobby, der sich bei der genannten Gage bereits im Siebten Trompeten-Himmel wähnte antwortete: „I am sorry, Sir. I am very flattered that you thought about me and your Offer of 10,000 Dollars is more than generous but you know what: I don’t know how „Here comes the bride“ , I am too fat for a white tuxedo an I don’t know tunes for dancing. I only know Charly Parker stuff. Click.”

 

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Jam-Session für Vokalisten: Circle and Improvisational Singing mit Erin Perry

Bitte, ich kann auch ohne dich! Jawohl! Spontan meldete ich mich zu einem „Mini Workshop Circle and Improvsational Singing“ an. Eine Session ohne Instrument noch dazu an einem Freitag abend in der Glücksschmiede, das klang vielversprechend. Das Ende vom Lied? „Thank GOD, it’s Friday!“ Ein Besuch bei der Pop-, Rock-, Soul-, Blues- und Gospel-Röhre Erin Perry.

http://www.erinperry.com/

All rights reserved http://www.erinperry.com/

Eine Trompete kann, Blechbläser wissen, wovon ich rede, ein ganz schönes Biest sein. Drei harmlose Ventilchen, ein glänzender Trichter und ein Mundstück, das kein Wässerchen trüben kann… Von wegen! Ein Blechschädel mit störrischem Eigensinn, weit davon entfernt, das zu spielen, was einem an inneren Klanglinien so vorschwebt. Ganz zu schweigen vom hohen Register. Der Sing-Workshop in Schwabing bei Erin Perry kam mir also grade recht. Keine technischen Hindernisse mehr, kein störendes Metall zwischen mir und der Welt – Erholung pur, dachte ich. Noch dazu in einer Location mit dem verheißungsvollen Namen „Glücksschmiede“.

Der Leser sollte wissen: ich singe ganz gerne, allerdings nur für mich. Gelegentlich auf dem Fahrrad, gelegentlich im Auto, jedenfalls eher selten, seit ich im Besitz einer MVV-Monatskarte bin. Egal, im Ankündigungstext hieß es ausdrücklich: „All levels of singers are welcome!“

Jeder ist seines Glückes  Schmied

Gluecksschmiede_Amalienstraße 65 copyright Gluecksschmiede All rights reserved

Als ich zum Check-in eintreffe, liefert eine Mutter grade ihre Tochter und deren Freundin ab. In der kleinen Küche versammeln sich nach und nach 10 Männer und Frauen in bunter Mischung. Mit den beiden Mädchen sind wir 12. Alles Lehrlinge, die ihr Eisen schmieden wollen, solange es heiß ist.

Erin Perry is really hot

Unsere energiegeladene Meisterin ist Erin Perry. She is really hot! Die Profisängerin, die mir Musikern wie Paul Young, Johnny Logan, Alannah Myles, Tony Hadley (Spandau Ballet), Haddaway, Nick Kershaw und vielen anderen auf der Bühne stand, lehnt an der Spüle der Schmiede und fachsimpelt in deutschamerikanischem Kauderwelsch über die Wirkung von Zitrusfrüchten und anderen Snacks auf die Stimme. Dann greift sie munter in das Chipsschälchen, lacht ihr volles, kraftvolles, souliges Lachen und ich ahne, dass der Ankündigungstext – „It’s all about expressing yourself“ – kein bloßes Werbeblabla war. Die Stimme der Singer/Songwriterin klingt einnehmend gut aufgewärmt.

„Hi, Darling!“ Manche Teilnehmer kennen sich schon, die eine singt in Münchens größtem Gospel-Chor,dem Munich Mass Choir, eine andere ist ausgebildete Opernsängerin und gerade dabei zum Jazz zu wechseln, die Kinder – so meine Vermutung – sind schnurstracks unterwegs zu The Voice Kids. Auch die Männer singen regelmäßig, keiner hat Probleme, seine Stimmlage zu nennen.

All levels?! Mir wird klar, worauf ich mich eingelassen habe und merke, dass ich mein Blechbiest vermisse. Ein Instrument kann ja auch mal einen schlechten Tag haben… Deswegen überwirft man sich doch nicht gleich! Meine innerlich formulierte Abbitte wird vom „Come on, Guys!“-Schlachtruf der Seminarleiterin unterbrochen.

Keep your eyes open when you are singing

Wir starten mit einer Aufwärmübung. Mit geschlossenen Augen dürfen wir singen und zappeln wie wir wollen. Das Ziel: Lockerwerden. Danach lautet Regel Nr. 1: Keep your eyes open, schließlich geht es nicht um Trance, sondern um Zwiegespräche – pardon: Zwiegesänge. Regel Nr. 2: No bad talking, also kein „Das war falsch“, kein „Ich kann das nicht“, höchstens ein „Ich brauche Hilfe“.

Erin hat eine schöne Weise, den Anfängern zu erklären, welchen Part man als Circle Sänger einnehmen kann. Die Soundmachine, die das ganze am Laufen hält, der generöse Unterstützer, der einen anderen Sänger mit Harmonien bereichert usw. Wir werden nach Stimmlagen geordnet, singen kleine Riffs und Melodien im Kreis. Nach und nach erhalten auch die anderen Stimmen von Erin dazu passende Melodie- und Rhythmuspattern. So ergibt sich ein kraftvoller Klangteppich, der festen Halt gibt und doch Freiheit lässt. Abwechselnd soll jeder von uns in die Mitte und solieren. Erin macht es vor und wir anderen staunen Bauklötze. Phew! Wow!

Deutlich zeigt sich, wer schon Erfahrung im Singen hat und wer nicht. Am liebsten würde ich meine Augen schließen, aber ich überwinde mich und schaue jeden im Circle an. Dann versuche ich nur mit Klängen etwas von mir zu sagen. Bei einigen fällt es leichter als bei anderen.

Leave your comfort zone

Unsere nächste Übung, kündigt Erin freudig an, wird uns aus der Komfortzone holen. Wie bitte? Die hab ich schon seit der Aufwärmübung verlassen! Doch es geht noch mehr. Wir sitzen im Kreis und sollen den anderen etwas über uns selbst mitteilen – singend natürlich, aber diesmal mit Worten. Ach du jemineh… Die Steigerung lautet: wir treffen uns zufällig auf einer Party und sollen locker plaudern. Smalltalking fällt mir eigentlich leicht aber smallsinging?! Die Wörter bremsen mich. Ich singe, wie ich spreche. Wie war das vorhin in der Küche? Erin hatte doch irgendwas von den unterschiedlichen Sprechamplituden der Berufsgruppen gesagt. Kreative haben gegenüber anderen Berufsgruppen die größten Ausschläge. Ich komme mir vor wie ein Banker.

Nach und nach spüren wir, worum es geht. Die Gruppe wird lockerer, wir lachen mehr, verstehen uns besser, hören stärker aufeinander, trauen uns mehr und unterstützen uns besser. Im Ergebnis erhalten unsere gemeinsamen Lieder mehr Ausdruck, Tiefe und Variantenreichtum. Es ist wie bei jeder guten Session: alle arbeiten daran, dass sie gemeinsam gut klingen. Irgendwie organisch eben.

Wir wissen ohne Anweisung, wann die Zeit gekommen ist, einzusetzen und wann, um aufzuhören. Eine schöne Melodie erfüllt den Raum und verebbt. Eine schöne Energie bleibt. Am Ende hugs and kisses für alle. Wir sind beseelt. Ich werde Erin demnächst schreiben und ihr einen andere Betreffzeile für ihre E-Mail vorschlagen: Statt „Mini Workshop May 15 – Singing for fun – For everyone!“

Schlicht und einfach: „Big voice gives Mini workshop“ .

Thank you Erin!

Je weniger, desto mehr – Jazzfotografie von Stefan Erhardt in der Unterfahrt

Stefan Erhardt ist Vater, Lyriker, Lehrer, Ausbilder, Redakteur und Mitherausgeber des Fußballmagazins „Der tödliche Pass“, um nur einiges zu nennen. Außerdem spielt und fotografiert er Jazz. „Je mehr man weglässt, desto größer die Chance, etwas vom Wesentlichen zu fassen. Spricht da der Lyriker, der Gitarrist? Egal, ich treffe erstmal den Fotografen. „free“ heißt seine Ausstellung, die noch bis zum 21. November 2014 in der Galerie im Jazzclub Unterfahrt in München zu  sehen ist.

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Free – das spielt mit dem Sujet des free Jazz, aber auch der freien Fotografie. Nicht das Abbild des Musikers gilt es zu bannen, auch nicht – schon freier – das Abbild der Musik. Stefan Erhardts künstlerisches Konzept wagt mehr: Seine Fotos wollen gar kein Abbild mehr sein. Erhardt befreit seine Fotos von der Sisyphos-Aufgabe, etwas „Reales“ zeigen zu müssen. Die Last der Wiedererkennbarkeit will er ihnen abnehmen. Seit der Erfindung der Digitalfotografie, die der Welt eine Bilderschwemme ohnegleichen bescherte, ist das Abbild- und Verweishafte des Fotos obsolet geworden. Wozu noch eine weitere Golden Gate Bridge, wenn uns das Bild genau das zeigt, was wir eh schon zig-fach sahen? Die Zahl der Fotos, die täglich auf Facebook hochgeladen wird, ist unbetrachtbar, die ständig wachsende Mega-/Giga-/Tetrabyte/Maßeinheit des Datenvolumens verrät es.

Ich will dem einzelnen Foto seine Würde zurückgeben. Das Foto muss radikal verfremdet werden, um frei zu sein.

_Copyright_Stefan_Erhardt_Plotmakers.com (Aller Rechte vorbehalten)Die Abkehr vom Wiedererkennbaren ist konsequent. Reale Namen der Musiker sucht man vergeblich, Konzertorte oder Instrumente deuten sich allenfalls genrehaft an: „band blue“, „zoomband“, „bass orange“, „long brown sax“ oder „moers bassist“.  Zwar lässt sich nicht leugnen, dass manche Motive stärker erkennbar bleiben als andere, doch geht es nicht darum, ein bestimmtes Konzert, diesen oder jenen Künstler als Ausgangspunkt zu präsentieren.

Die Jazztage iCopyright_Stefan_Erhardt_Plotmakers.com (Aller Rechte vorbehalten)n Moers – wer das Konzertzelt noch erlebt hat, mag es wiederahnen – oder ist es ein Trugbild? Zeigt das Foto nicht eher eine Landschaft, das Weichbild einer Stadt, zischende Elektrizität oder mystisches Licht? Serien, an denen man erkennen würde, was „eigentlich“ mal am Anfang stand, lehnt Erhardt ab. Zu banal, besonders da Konzeptkunst oft dem „Achtung Kunst!-Verdacht“ ausgesetzt sei. Dennoch, besonders die „minis“, 10×10 oder 10x15cm cm kleinen auf 1cm dickes Holz oder Forex aufgezogen Formate, erlauben durch ihre Hängung rhythmische Assoziationen.

Schon früh unternimmt Erhardt erste Versuche, das Aufgenommene zu verfremden. Er erinnert sich an Tabletten, die er zwischen geriffelte Plastikoberflächen quetschte, um sie zu fotografieren. Über Motive wie diese lacht er heute. Dennoch war er damals ernsthaft bemüht.

Als 16 Jähriger habe ich Motive weg vom Mainstream gesucht. Eine Tante von mir lebte in den USA. Bei Überlandfahrten haben mich damals weniger die typischen Liegenschaften, wie verfallene Gebäude oder Autos interessiert. Eher das, was man nicht sofort sieht, Details wie der Rost an einer Zapfsäule zum Beispiel. Was ein Bild verfremdet und verschiedene Schichten erkennen lässt.

Bis heute beschäftigt Erhardt, was im Auge, genauer dem Gehirn des Betrachters beim Betrachten vorgeht. An Künstlern wie Mark Rothko oder Josef Albers „Hommage to a square“ wurde ihm deutlich, wie konstruiert das ist, was wir ‚sehen‘.

Die Verfremdbassist_copyright_Stefan_Erhardt (alle Rechte vorbehalten)ung in Erhardts Fotografie erfolgt durch die digitale Nachbearbeitung. Zwei bis drei Stunden kann es dauern, bis er aus dem Rohmaterial „sein“ Bild am PC gewonnen hat. Die Zutaten sind nicht weiter aufregend. An Befehlen stehe zur Verfügung, was das Bearbeitungsprogramm hergäbe: Kontrast, Sättigung, Ebenen – „das sind einfach Regler, an denen ich schiebe“, sagt er bescheiden. Was herauskommt, straft sein Understatement freilich Lügen. Manche Bilder sehen aus wie Wärmebildkameras, aber sie spielen eben nur mit dieser Referenz. Sie zitieren das relativ junge bildgebende Verfahren, das zur Bestimmung der Energie-Effizienz dient – doch allein zugunsten der Frage, wie es um die künstlerische Energie im musikalischen Prozess beschaffen ist. Hier sind Ursache und Wirkung gar nicht mehr so eindeutig – geschweige, dass Energie einfach verpufft. Diese „Kulminationspunkte“, in denen Energie etwas verändert, steuern Erhardts Tun.

Mich hat interessiert, wie der Bassist mit seinem Instrument verschmilzt. Das Instrument hat ihn so in sich reingenommen, dass das von ihm rausgekommen ist. Ich weiß nicht, ob ein anderer das ähnlich sieht, nicht mal, ob ich das in dem Moment gedacht habe. Aus dem Foto, das schließlich entstand, sieht es aus, als ob der Bass weiterspielt.

Wozu braucht es überhaupt noch das Motiv, wenn weder der Titel noch das Objekt erkennbar sind? Warum hält Erhardt die Spannung zu dem Ausgangspunkt seines künstlerischen Tuns aufrecht? Erhardt wird nachdenklich. Womöglich schützt es davor, banal zu sein.

Stefansax lang_Copyright_Stefan Erhardt-Plotmakers.com (Alle Rechte vorbehalten) Erhard ist fasziniert von der jazz-typischen Improvisation. Diese unerschöpfliche Quelle an Möglichkeiten hat ihn selbst  inspiriert. Seine Leidenschaft zeigt sich nicht zuletzt in seinem Bestreben, dieser Inspiration durch Fotografie Ausdruck zu verleihen. Doch die totale Freiheit kennt auch in der Improvisation die Gefahr der Beliebigkeit oder Bezugslosigkeit. Am PC zeigt sich, weit der Fotokünstler die Verfremdung treiben kann, bevor sie beliebig wird. Hinzu fügt er seinen Motiven nie etwas, wegnehmen, oder durch Farbe etwas stärker akzentuieren, ist erlaubt. Zufrieden ist Erhardt, wenn sich etwas vom Wesen zeigt – bei den Instrumenten, die für ihn etwas Geheimnisvolles zu bewahren scheinen. Vorstufen, Zwischenstufen, Rohmaterial, das alles hat seine Berechtigung und Notwendigkeit im Prozess. Sobald das Ziel erreicht ist, werden sämtliche Reste gelöscht. Rigoros.

Einen ersten Überblick über Stefan Erhardts Arbeiten erhält man auf www.plotmakers.com. Die Preise seiner in der Unterfahrt gezeigten Fotos liegen zwischen 25 Euro und 165 Euro. Erhardt fotografiert sowohl mit der digitalen Spiegelreflexkamera also auch mit dem Fairphone oder der Lomo.

Galerie im Jazzclub Unterfahrt
tägl. geöffnet ab 19.30 Uhr (private Besichtigung nach Absprache)

Jazzclub Unterfahrt im Einstein Kultur
Einsteinstraße 42
816775 München
www.unterfahrt.de

 

 

 

 

 

Musik live zeichnen: Elementarer Reichtum, statt Ex & Hopp

Ray Brown (b), George Fludas (dr), Larry Fuller (p) by Livezeichner Horst Müller (Alle Rechte vorbehalten)

Ray Brown (b), George Fludas (dr), Larry Fuller (p) by Livezeichner Horst Müller (Alle Rechte vorbehalten)

Live Zeichner Horst Müller hat auf fremder Leute Hochzeiten gemalt, die Feiern großer Unternehmen illustriert und Benefizgalas in Aquarell getaucht. Doch all das blieben  Zweck-Bündnisse. Als Herzensbund dagegen empfindet er seine Liebe zum Jazz.  In seiner eigenen Hoch – Zeit pendelte der Autodidakt zwischen den Hotspots  der Szene: Burghausen, Erlangen, München Neuburg an der Donau, Regensburg, Salzburg… Jazzer der 90er Jahre kennen ihn aus Clubs wie dem Birdland, der Unterfahrt oder von Jazzfestivals wie dem Salzburger Jazz-Herbst. Von seiner Kunst leben konnte „Live Zeichner Horst Müller“ aus Essen schlecht. Er ist überzeugt, dass Europa eine Partei für Kunst- und Kulturschaffende fehlt. 

Wann hast du Zeichnen angefangen? Mit 29, das war Ende 1984, nach sieben Jahren auf der Straße. Ich war fix und fertig und zum Sozialhilfe-Empfänger aufgestiegen.

Jazz Fotograf Peter Brunner hat Horst Müller öfter beim Zeichnen fotografiert. Hier in Slzburg beim Jazz-Herbst Mehr als 3000 Musikerfotos unter jazzfotos-brunner.at r (Alle Rechte vorberhalten)

Jazz Fotograf Peter Brunner hat Livezeichner Horst Müller beim Salzburger Jazzherbst fotografiert. Mehr als 3000 Musikerfotos unter www.jazzfotos-brunner.at (c) Peter Bunner, alle Rechte vorberhalten

Wieso wolltest du gerade Musiker zeichnen  – Musik ist doch unsichtbar? Musik war mir immer sehr nahe, sie ist sensibelste Kommunikation. In meinem Wahn, dem ich nicht widerstehen konnte, kaufte ich mir damals von meinem Heizkostengeld, das ich bar ausgezahlt bekam, für 300 DM Tablas [Anmerkung Jam-Radar: Die Tabla ist ein Schlaginstrument der nord- indischen Musik]. Mit meinem monotonen Getue hab ich Tag und Nacht die Nachbarn genervt, aber es wurde ein verdammt kalter Winter. Ich dachte wohl, aus mir könne auch noch Musiker werden. Na ja, jedenfalls war es meine erste Berührung mit Weltmusik und damit Jazz. Vor allem durch persönliche Begegnungen – zum Beispiel den Bassisten Rainer Glass, den Pianisten Thomas Tink und den Drummer Charly Antolini –  habe ich  mich intensiver mit Jazz beschäftigt. Aber im Mittelpunkt standen für mich immer die Musiker als Menschen.

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Papier, Stift, Klembrett: los geht’s! (c) Peter Brunner, Alle Rechte vorbehalten

Worauf kommt es an? Man muss die Musiker genau beobachten, die Stellen, an denen sie schwitzen, ihre individuelle Bewegung, die mit dem Instrument zu tun hat. Oder das Zusammenspiel mit den anderen, die Beziehungen, die sie musikalisch eingehen. Man darf natürlich nicht nur fasziniert auf die Bühne starren, sondern muss selbst aktiv werden und mitgehen. Eigentlich hat man unendliche Möglichkeiten. Die entscheidende Frage lautet, womit kann ich selbst zufrieden sein?

Freddy Hubbard (tp), Xavier Davis (p), Steve Davis (tb), Jimmy Green (ts),Augsburg 2002. Herzlicher Dank an Livezeichner Horst Müller (Alle Rechte vorbehalten)

Freddy Hubbard (tp), Xavier Davis (p), Steve Davis (tb), Jimmy Green (ts),Augsburg 2002. by Livezeichner Horst Müller (c) Alle Rechte vorbehalten

Wo liegt der Reiz der Zeichnung gegenüber dem Foto? Ich beneide  Fotografen zwar, weil sie  im Display ihre Bilder auch nachträglich noch so ranzoomen können, dass man die Schweißtropfen sieht. Aber ich tue nun mal etwas anderes. Ich kann dafür auch gleich nach dem Konzert zum Musiker gehen und mir ein Autogramm unter das Bild geben lassen. Außerdem habe ich schon mit Jazz-Legenden Gespräche geführt und durfte ihnen ganz nahe sein.

Hättest du nie Lust gehabt, Musik zu fotografieren? Doch, ich hab sogar inzwischen auch eine Digitalkamera (für 50 Euro). Manchmal mache ich begleitend ein Foto. Mir fällt auf, dass ich einen sehr guten Blick für die Motive habe. Ich mache interessante Fotos, aber Zeichnungen haben eine ganz andere Faszination. Das ist etwas Elementares.

In Farbe: Ray Brown Trio , Audi Forum Ingoldstadt 2001 by Horst Müller (Alle Rechte vorberhalten)

In Farbe: Ray Brown Trio , Audi Forum Ingoldstadt 2001 by Horst Müller (Alle Rechte vorberhalten)

Farbe? Oder Schwarz-Weiß? Vollkommen egal, wenn einem eine Sache langweilig wird, kann man jederzeit anderes ausprobieren – wie die Musiker und Musikerinnen!

Fotografen haben mit dem meist schlechten Licht in Jazzclubs ein Problem… Ach, das ist eben so wie es ist, man muss aus der Situation heraus zaubern. Manchmal hab ich aber auch ein Klemmlämpchen dabei.

Du zeichnest auch bei Jazz-Workshops und auf Jam Sessions – gibt es Unterschiede zu einem normalen Konzert? Vom Zeichnen her sind Sessions eher undankbar. Der rasche Wechsel macht es noch schwerer, sich einem Musiker zu nähern. Ansonsten ist es reizvoll, dass bei den Workshops von 12 bis 70 alles auf der Bühne zusammen kommt. Man spürt erst Schüchternheit, aber dann kommt’s: die können was.

Max Treutner (sax) in Erlangen by Horst Müller (Alle Rechte vorbehalten)

Jugend musiziert: Der damals 12jährige Max Treutner (sax)  in Erlangen by Horst Müller (Alle Rechte vorbehalten)

Junge oder Alte Musiker –ein Unterschied? Zeichnerisch – nein. Es gibt so viele junge und schon sehr erfahrene, um nicht zu sagen, ausgebuffte Musiker und Musikerinnen. Und auch alte bringen sich noch überraschend und mit viel Feingefühl kreativ ein. Ein äußerst betagter Pianist aus Manhattan, den ich mal fragte, warum er sich die Strapazen der Tournee noch antue, hat gesagt: „Lieber auf der Bühne während eines Konzerts sterben als zuhause im Pyjama vor dem TV.“

Dein Motto lautet: get rich with art? Wie ist das gemeint – kann man mit Illustrationen überhaupt reich werden? Ich meine elementaren Reichtum, den Reichtum der Seele. Ich wüsste zwar mit Geld Tolles und Gutes anzufangen, aber Geld ist nicht das Wichtigste – auch, wenn es ganz ohne Geld nicht geht.

Horst Müller wollte Zeit zum Nachdenken. Ex und Hopp ist seine Sache nicht. Wie es sich für einen Zeichner gehört, hat er seine Antworten mit Stift und Papier zurückgesendet. Der 1955 geborene Essener lebt heute in Nürnberg. Er hat viele der ganz Großen persönlich kennengelernt: Harry Sweets Edison, Art Farmer, Dave Brubeck, Oskar Peterson u.a.m. Müllers Credo: Diener und Kämpfer für eine „Freie-Faire-Intelligente-Humanistische- Zivilisierte-Zukunftsorientierte-Kultur-Gesellschaft“. „Live Zeichner Horst Müller“ ist zu erreichen unter +49 (0) 176/ 68 41 3309

Herzlicher Dank an Jazzfotograf Peter Brunner (www.jazzfotos-brunner.at)
Die Fragen stellte Evira Steppacher.

Max und sein Sax: Wer zuletzt lacht, spielt am besten…

Musikalisches Wunderkind, Ausnahmetalent, Saxophongenie – Max Treutners Begabung weckt große Begriffe, sein Tenorspiel einfach nur Staunen. Die spielerische Souveränität des Vierzehnjährigen, der 2010 und 2012  als bester Solist bei „Jugend jazzt“ (Baden-Württem- berg) hervortrat, fasziniert auch ohne Musikverstand. Beim 33. Internationalen Jazz Workshop in Erlangen verriet Max, warum ihm um vier Uhr E-Dur einfällt, weshalb er null Bock auf Punk hat und warum er „Blue Bossa“ auf Jam Sessions hasst. Außerdem lernen wir: Bei Hochbegabten hat Auslachen mal kein übles, sondern ausnahmsweise ein gutes Nachspiel.

MaxTreutnerMax, wie lange musizierst Du?
Ich mache Musik seit ich 8 bin, also seit ungefähr 6 Jahren. Begonnen hab ich im Gruppen-Unterricht unserer Gemeinde. Da durfte jeder mal in eine Trompete reinpusten und das hat mir schon Spaß gemacht. Aber ich war nicht so gut, schon gar nicht der Beste. Der Lehrer hat gesagt: Jetzt spielt mal ein C und ich hab nicht mal gewusst, dass man es offen, also ohne Ventile, spielt. Daher hab ich ziemlich viele falsche Töne gespielt und die anderen haben mich alle ausgelacht.

Das ist ja unfair! Wie bist du damit umgegangen?
Mein Vater hat bei Ebay mein erstes Saxophon, ein Expression, ersteigert. Dann hab ich mit dem Buch von Dirko Juchhem „Mein schönstes Saxophon-Hobby“ angefangen zu üben. Da werden alle Noten erklärt. Auf dem Saxophon hab ich dann jeden Tag gespielt, das hat  mir dann auch richtig Spaß gemacht.

Hat sich jemand aus der Gruppe bei Dir entschuldigt?
Na, ja, mein Freund, der damals auch gelacht hat, sagt heute: eigentlich müsstest du mir dankbar sein. Außerdem hat er eine Woche nach mir in der Musikgruppe aufgehört, weil er ja mit mir zusammen was machen wollte.

Wann hast Du bemerkt, wie begabt du bist?
Als ich die ersten Stücke nach wenigen Tagen konnte und gleich einen schönen Ton hatte. Außerdem fiel mir alles viel leichter als meinem Vater, der ja mit mir angefangen hat. Während sich mein Vater zum Beispiel für eine Stück zwei Tage vorbereitet hat, um es einigermaßen zu spielen, konnte ich es, wenn er mir die Noten gezeigt hat, in fünf Minuten schon besser als er.

Gibst Du Dir und der Trompete irgendwann eine zweite Chance?
Eher nicht, ich spiel ganz gerne Klavier, auch ein bisschen Bass und Gitarre, aber ganz wenig.

Fährst Du manchmal zu Jam Sessions?
Ja, in Aidlingen gibt es Sessions während der Jazzworkshops, so wie hier in Erlangen, außerdem machen die einmal im Monat eine Session, da hab ich mich manchmal dazu gesellt. Aber eigentlich find ich‘s nicht so besonders, in Jam Sessions zu spielen.

Warum?
Weil jeder halt irgendwie so ungeplant spielt und meistens Blue Bossa, das Stück hass ich, weil es meistens so langweilig gespielt wird. Klar, wenn Joe Henderson das spielt, dann find ich‘s natürlich schon interessant. Mit guten Musikern macht auch mir eine Session Spaß.

Lässt Du dich auf Experimente ein oder gehst Du gut vorbereitet hin?
Ich geh eher geplant vor, komme also mit ein paar Stücken, die ich spielen will, zur Session. Aber klar, wenn ein Blues oder so gespielt wird, mach ich auch spontan mit. Bei Stücken, die ich nicht vorbereitet hab, da spiel ich eigentlich nicht mit, weil die andern sich sicher auch vorbereitet haben und ich dann nicht mit rein platzen will.

Wie bereitest du dich vor?
Auf Stücke weniger, aber auf die Changes schon, da schau ich mir die verschiedenen Akkorde und II-V-I-Verbindungen an. Ich transkribiere viel, kopiere Licks, erfinde selber welche. Ich improvisiere einfach darüber.

Was und wie lange übest du?
Ich übe nur Technik, dann Etüden und Tonleitern. Etwa eine dreiviertel bis eine Stunde. Am Schluss spiele ich mal was, was richtig Spaß macht, aber sonst übe ich nur das, was mir auch was bringt. Technik muss man sich immer erarbeiten, das kostet jeden – mich auch – viel Zeit. Schwer zu spielen ist es nicht. Das  Schwierigste ist, das alles in den Kopf reinzukriegen. Je langsamer es reingeht, desto langsamer geht’s auch wieder raus.

Klingt sehr strukturiert, oder?
Zuhause haben wir drei Uhren, in denen der Quintenzirkel abgedruckt ist. Daran orientier ich mich manchmal, also um vier spielen wir dann E-Dur oder so was. Alle die zu uns kommen, fragen sich dann schon mal, was das für ein Geheimcode ist, aber man prägt sich das leichter ein. Auch mein kleiner Bruder Cedric, der nächstes Jahr mit auf den Workshop kommen will, kann sich das dann besser merken. [Übrigens, so sieht sie aus, die Uhr…. http://www.uvds-design.com/quintenzirkeluhr/flash-intro.html]

Wie gehst du mit Fehlern um?
Wenn ich einen Fehler mache,  sind das ja eigentlich Lernprozesse.

Zählt das Fach Musik zu deinen Favoriten?
Doch Musik ist ganz gut, aber, was mir nicht so gefällt, ist, wenn wir andere Musikrichtungen durchnehmen,  Punk zum Beispiel interessiert mich gar nicht.

Wie steht es um deine Leistung in den anderen Fächern?
Durchschnittlich würd ich sagen.

Wie bist du auf Jazz gekommen?
Eigentlich gibt’s ja keine andere Musikrichtung, die man auf dem Saxophon spielen kann. Jazz, Blues, Funk. Blues ist ganz einfach und ganz schwer.  Etwas Neues darüber zu spielen, ist schwer, aber es macht mir auch sehr viel Spass.

Jede Improvisation in einem Solo ist eine Komposition. Komponierst du auch eigene Themen?
Ich hab nur ein Stück geschrieben, den Treutner Blues.

Welches sind Deine Vorbilder?
Sonny Rollins, Eddie Lockjaw Davis, Johnny Griffin, Oscar Peterson, John Coltrane, Chet Baker, Miles Davis, John Coltrane.  Der frühe Sonny Rollins gefällt mir allerdings besser. Der hat alles so klar gespielt und so schöne Melodien erfunden. Heute lebt er, glaub ich, auf dem Bauernhof, steht morgens auf, geht zu seinen Kühen, dann übt er,  10 Stunden, dann kümmert er sich um seine Tiere.

Wäre das auch ein Leben für dich?
Nein. Aber wenn ich Musik studieren will, muss ich auch mehr Zeit am Tag musizieren. Ein Dozent hat mir vorgeschlagen, ich soll am Wochenende mal probeweise acht bis zehn Stunden üben, das hab ich ihm jetzt versprochen.

Vielen Dank für das Gespräch, Max.
Das Gespräch führte Elvira Steppacher

Dieser Link führt zum Max Treutner-Channel auf You Tube mit diversen Auftritten http://www.youtube.com/user/maxophonde/videos?view=0  und hier gelangt man zu seiner Homepage: www.maxophon.de