Archiv der Kategorie: Informationen

Je weniger, desto mehr – Jazzfotografie von Stefan Erhardt in der Unterfahrt

Stefan Erhardt ist Vater, Lyriker, Lehrer, Ausbilder, Redakteur und Mitherausgeber des Fußballmagazins „Der tödliche Pass“, um nur einiges zu nennen. Außerdem spielt und fotografiert er Jazz. „Je mehr man weglässt, desto größer die Chance, etwas vom Wesentlichen zu fassen. Spricht da der Lyriker, der Gitarrist? Egal, ich treffe erstmal den Fotografen. „free“ heißt seine Ausstellung, die noch bis zum 21. November 2014 in der Galerie im Jazzclub Unterfahrt in München zu  sehen ist. Weiterlesen

Sprechen oder Spielen? Das ist hier die Frage!

Foto(1)

Die Jam-Session lebt vom Experiment. Neue, ungewohnte, ja womöglich riskante musikalische Improvisationen sind keine Seltenheit. Gründe gibt’s viele: Weiterlesen

Eins, zwei, drei….Klick! Was Fotografen denken

Bei Konzerten und Sessions sind sie nicht wegzudenken: Fotografen, die konzentriert ihre Arbeit tun. Bekommen sie überhaupt etwas von der Musik mit, während sie die Künstler fokussieren? Was nervt einen Fotografen an Kollegen?  Können sie von ihrer Kunst leben? Fragen über Fragen. Antworten haben Lena Semmelroggen, Dietmar Liehr und Frank Schindelbeck. Weiterlesen

Ähm, ja, sozusagen….Die Sessionmoderation

Ein melodiestarker Trompeter und begnadeter Entertainer wandte sich nach etwa fünf Liedern an sein Publikum mit den Worten: „Wir kommen jetzt zum ersten Höhepunkt des Abends…..“ Wow, das waren doch schon lauter gute Stücke mit fantastischen Improvisationen! Läßt sich sowas steigern? Mucksmäuschenstill verharrte das Sessionpublikum: „Der Pause!“ Weiterlesen

Der Sessionvater – Ein Lob auf das Ehrenamt im Jazz

Er heißt Franz, Peter, Dietmar oder Bernd. Er ist zuverlässig, ausdauernd, selbstorganisiert. Auf jeder Session ist er der Erste, der kommt und der Letzte, der geht. Nicht weil er so viel spielt, sondern weil er so viel aufbaut und wegräumt. Hat er überhaupt heute Abend gespielt? Weiterlesen

Musik zum Anschauen – Jazz und Fotografie

Freddie Hubbard 20002 im Birdland, Neuburg by Dietmar Liehr

Freddie Hubbard 2002 bei einem Konzert im Jazzclub „Birdland“ in Neuburg an der Donau.  Vielen Dank an den Fotografen Dietmar Liehr (alle Rechte vorbehalten c/o dietmar.liehr@liehrdesign.de)

Jazz ist eine Kunst des Augenblicks. Genau wie die Fotografie. Wer im richtigen Moment klickt, erzeugt ein Paradox.  Zeit, Raum und Motiv sind fixiert, aber ihre jeweilige Energie pulsiert fort. Daher weist ein gelungenes Foto über das, was auf ihm zu sehen ist, weit hinaus. Weiterlesen

Mit oder ohne? Noten und Jazz

c/ Marian Bijlenga

Noten? Natürlich! Dank an die niederländische Künstlerin  Marian Bijlenga (Visual Artist)

Die schwarzen Punkte und die hot blackmusic fanden relativ spät zueinander, vielleicht führen beide deshalb noch heute eine eher lockere Verbindung. Der Grund lag darin, dass die meisten schwarz-afrikanischen Musiker sich ihr Handwerk durch Imitationslernen erarbeitet hatten und sehr gut nach Gehör spielen konnten. Dafür „improvisierten sie und spielten hot, d.h. mit Ausdrucksmitteln, die in der afroamerikanischen Volksmusik  ihren Ursprung hatten. Ihre Musik war im Wesentlichen instrumentaler Blues“ Weiterlesen

Real Book, Bibel der Jazzer (Teil 2)

„Success has many parents but failure is always an orphan.“ John F. Kennedy

Keine Regel ohne Ausnahme. Denn zum Real Book will das Diktum des Präsidenten nicht recht passen. Zwar ist das Buch der Bücher mehr als erfolgreich, aber offiziell traut sich niemand, seine Vaterschaft anzunehmen.  Weiterlesen

Real Book, Bibel der Jazzer (Teil 1)

Die Tune-Dex-Cards waren nur 3×7 Zoll klein. Sie sind die Mutter aller real exi- stierenden Real Books. Erfunden hat sie  Mr. George Goodwin, der sehr rechschaffenene Programmdirektor bei W S B, einer Radio-Station in Atlanta, GE.     c/  Kevin Fleming

Das Jazz-Standardrepertoire findet sich im Real Book.  Ein ominöser Name, zu dessen Entstehung mehrere Hypothesen existieren:  Einige vermuten, dass eine profane lautliche Verwechslung mit dem Reelbook, jener Sammlung von schottischen und irischen Volkstänzen vorliegt. Auf Englisch heißt to reel  „taumeln, wirbeln, aufspulen“, ein Reel ist aber auch eine Papierrolle (bzw. Film- oder Kabel- Rolle oder Garn-Spule). Hier wurzelt das showreel, ein Demoband, Weiterlesen

Als Intro acht Takte voraus

Ein Blog nur  über Jam- Sessions, trägt das denn? Nun – an Stoff herrscht vorerst kein Mangel. Seit einigen Jahren hab ich Jazz als Musik und als Haltung entdeckt. Seitdem war ich bei vielen Sessions zu Gast. Die ersten Jahre nur als Zuhörerin, später als Einsteigerin. Viel zu lernen war an jedem einzelnen Abend. Der Werkstatt-Charakter, das  Offen-Experimentelle dieser Kunst aus dem Augenblick heraus faszinieren mich. Einige der Gesetze zeigen sich bei einer Session sofort, manche erst mit der Zeit. Vor allem Anfänger scheuen deshalb den Weg auf die Sessionbühne. Aus Gesprächen weiss ich, dass viele Zuhörer bewundern, wie spontan alles entsteht und wie es dem Schein nach ganz ohne Regeln funktioniert, aber es schreckt auch ab. Mein Blog soll Hemmungen abbauen helfen und zum Mitspielen ermutigen. Als Hobbymusiker hat man oft schon genug mit dem Finden der richtigen Tönen zu tun, der Rest sollte nicht unnötig viel Aufmerksamkeut binden. Das Thema Jam-Session hat seine ernsten, aber auch humorvollen Seiten. Ich hoffe, dass meine Ironie in manchen Posts niemanden verletzt. Im Dezmber letzten Jahres hab ich für kurze Termine und Hinweise  die Seite Jam-Radar auf Facebook eingerichtet.  Platz für etwas längere  Improvisation über ein Thema findet sich dort nicht.  In meinem Sessionblog schon… Ich freue mich über Einsteiger und solche, die es werden wollen.

Let’s jam!
Elvira Steppacher