Monatsarchiv: Juli 2012

Die Jazzpolizei

Der Jazzpolizei fehlt die Notrufnummer. Das ist ihr zentrales Problem. Jeder weiß, dass es sie gibt aber niemand kann sagen, wo man sie findet. Wie bei der Mafia, null Service-Orientierung und total retro. Ist doch wahr. Weiterlesen

Real Book, Bibel der Jazzer (Teil 1)

Die Tune-Dex-Cards waren nur 3×7 Zoll klein. Sie sind die Mutter aller real exi- stierenden Real Books. Erfunden hat sie  Mr. George Goodwin, der sehr rechschaffenene Programmdirektor bei W S B, einer Radio-Station in Atlanta, GE.     c/  Kevin Fleming

Das Jazz-Standardrepertoire findet sich im Real Book.  Ein ominöser Name, zu dessen Entstehung mehrere Hypothesen existieren:  Einige vermuten, dass eine profane lautliche Verwechslung mit dem Reelbook, jener Sammlung von schottischen und irischen Volkstänzen vorliegt. Auf Englisch heißt to reel  „taumeln, wirbeln, aufspulen“, ein Reel ist aber auch eine Papierrolle (bzw. Film- oder Kabel- Rolle oder Garn-Spule). Hier wurzelt das showreel, ein Demoband, Weiterlesen

Wenn jemand so angestrengt jemand anderer sein will

„Wenn jemand so angestrengt jemand ander sein will, hört man davon auch etwas an seiner Musik.“ Sidney Bechet, Saxophonist, Klarinettist, Komponist (über den Klarinettisten Mezz Mezzrow)

(aus: Jazz-Lexikon von Martin Kunzler, Rowohlt 1988,Bd. 2,S.789)

Solche Musik ist ein Grund neu zu leben


„Solche Musik ist mehr als eine neue Kunstform. Sie ist ein Grund, neu zu leben.“
Blaise Cendrars, Imker, Fremdenlegionär, Schausteller, Schriftsteller

(aus:  J.E. Behrend:  Ein Fenster aus Jazz, S. 7)

KürzesterJazzer-Witz

Was sagt der Rockmusiker zum Jazzer?
„Zum Flughafen, bitte!“

Als Intro acht Takte voraus

Ein Blog nur  über Jam- Sessions, trägt das denn? Nun – an Stoff herrscht vorerst kein Mangel. Seit einigen Jahren hab ich Jazz als Musik und als Haltung entdeckt. Seitdem war ich bei vielen Sessions zu Gast. Die ersten Jahre nur als Zuhörerin, später als Einsteigerin. Viel zu lernen war an jedem einzelnen Abend. Der Werkstatt-Charakter, das  Offen-Experimentelle dieser Kunst aus dem Augenblick heraus faszinieren mich. Einige der Gesetze zeigen sich bei einer Session sofort, manche erst mit der Zeit. Vor allem Anfänger scheuen deshalb den Weg auf die Sessionbühne. Aus Gesprächen weiss ich, dass viele Zuhörer bewundern, wie spontan alles entsteht und wie es dem Schein nach ganz ohne Regeln funktioniert, aber es schreckt auch ab. Mein Blog soll Hemmungen abbauen helfen und zum Mitspielen ermutigen. Als Hobbymusiker hat man oft schon genug mit dem Finden der richtigen Tönen zu tun, der Rest sollte nicht unnötig viel Aufmerksamkeut binden. Das Thema Jam-Session hat seine ernsten, aber auch humorvollen Seiten. Ich hoffe, dass meine Ironie in manchen Posts niemanden verletzt. Im Dezmber letzten Jahres hab ich für kurze Termine und Hinweise  die Seite Jam-Radar auf Facebook eingerichtet.  Platz für etwas längere  Improvisation über ein Thema findet sich dort nicht.  In meinem Sessionblog schon… Ich freue mich über Einsteiger und solche, die es werden wollen.

Let’s jam!
Elvira Steppacher

Fünf typische Ansagen und was der Sessionleiter wirklich damit meint

Er  ist Moderator, Seelentröster, Schiedsrichter und Publikumsanwalt. Der Sessionleiter oder Master of Ceremony (MC) sorgt dafür, dass die Jamsession gut über die Bühne geht. Weil er das erste und letzte Set mit seiner eigenen Band spielen kann, nimmt er die Zeit dazwischen – die eigentliche Session – wohl oder übel in Kauf. Weiterlesen

Hello Jam-World!

Jede Session ist anders und doch gibt es Gemeinsamkeiten.

Magische Momente. Sounds und Grooves, die die Welt (v)erklären. Menschen, die Musik sind. Jazz is quite an experience…

Happy blogging? happy jamming!